Turniere

Alain Flury holt sich den Europameistertitel zurück


Alain Flury holte sich an der 17 Mühle Europameisterschaft in Neufahrn den Titel als Europameister von Matthias Lorenz zurück. Mit 76 Punkten setzte er sich knapp gegen den Titelverteidiger durch (75 Punkte). Ebenfalls hervorragend spielte Karl-Heinz Andraschko, der mit 73 Punkten den letzten Podestplatz erringen konnte. Der WMD dankt allen Teilnehmern für das engagierte und faire Auftreten, gratuliert den Erstklassierten zu ihrer guten Leistung und freut sich schon auf ein Wiedersehen im 2013.



Bericht von der EM 2012

10 Schweizer, 13 Deutsche und 1 Österreicherin haben an den 17. Europameisterschaften im Mühlespiel in Neufahrn nördlich von München teilgenommen. Aufgrund der gegenüber den Vorjahren geringeren Teilnehmerzahl konnte der Europameister erstmals seit vielen Jahren wieder vollrundig ermittelt werden (Jeder spielte gegen jeden zweimal mit Farbwechsel).

Dabei legte Renate Zarda einen regelrechten Blitzstart hin und resultierte nach 6 Runden 23 Punkte (max. 24 Punkte möglich). Damit lag sie 3 und mehr Punkte vor Ihren Konkurrenten. Nach und nach holten aber die Turnierfavoriten auf und setzten sich schon am ersten Tag vom restlichen Feld ab. Ausgesprochen hilfreich erwies sich, dass die Paarungen mit einfachem Rutschsystem an einer Wandtafel schnell ausgehängt werden konnten, so dass mit Auslosungen praktisch keine Zeit verloren ging. so konnten schon am ersten Tag 13 Runden gespielt werden. In Führung lag Titelverteidiger Matthias Lorenz, der bereits 4 Punkte Vorsprung auf seinen grössten Widersacher Alain Flury herausholen konnte. Obwohl beide nicht gegen die gleichen Gegner gespielt hatten, schien eine Vorentscheidung gefallen zu sein. Ebenfalls noch in Tuchfühlung mit der Spitze war Karl-Heinz Andraschko, während Rainer Rosenberger mit ein paar Niederlagen zuviel seine Siegesambitionen bereits begraben musste.

 


Ein grosser Teil der Mühlespieler verbrachte dann den Abend im griechischen Restaurant Onassis in Neufahrn. Dabei genossen die Schweizer Teilnehmer die verglichen mit Schweizer Preisniveau sehr günstigen Gerichte.


Am zweiten Tag wurden dann die restlichen 10 Runden ausgetragen. Zunächst war es Werner Obrist, der zu einer Aufholjagd ansetzte und dem Spitzentrio gefährlich nahe kam. Erst mit der doppelten Niederlage in der Direktbegegenung mit Karl-Heinz war klar, dass es Werner nicht mehr aus Podest reichen wird. Matthias Lorenz musste am zweiten Tag zusehen, wie sein Vorsprung nach und nach schmolz, in der Direktbegegnung mit Alain gab es aber zweimal keinen Sieger und es schien, als könne Matthias den Vorsprung vom ersten Tag nach Hause schaukeln. Erst die überraschende Niederlage von Matthias gegen Richard Fischer eröffnete Alain die Chance, doch noch zu gewinnen. Dazu musser er allerdings alle ausstehenden Spiele gewinnen, was gegen die defensiv eingestellten Spieler nicht wahrscheinlich schien. Doch in seiner bekannten Art gelang es Alain, seine Gegner ausreichend unter Druck zu setzen und die benötigten 4er allesamt einzufahren. Das war auch nötig, hatte sich doch Matthias gefangen und in den letzten Runden ebenfalls lauter 4er gutschreiben lassen. Schliesslich setzte sich Alain mit 76 Punkten knapp vor Matthias mit 75 Punkten durch. Ernestine Klugsberger konnte sich mit 65 Punkten und Rang 5 klar den Titel als beste Dame holen.


Der WMD dankt allen Spielern für das faire und engagierte Auftregen und freut sich schon auf die 18. Europameisterschaften im 2013, voraussichtlich wieder in Neufahrn.